Vendredi 9 décembre 1870 5 09 /12 /Déc /1870 15:51
 
 
Ci dessous les pages 63 à 65 de l'historique du K.B. 10. F.A.R., Erinnerungsblätter deutscher Regimenter, Bayerische Armee, Band 81, par l'Oberleutnant a. D. Georg Kalb, commandant du régiment entre 1917 et 1918, Munich, 1934
 

 
 
 
Besondere Erwähnung verdient auch der Zug des Lt. Toenieshen an diesem und den vorhergegangenen Tagen.
 
Von 28.9 mit 2.10 war die Zug des 8. Komp. des tapferen Hauptmann Kohlmann 21. IR zugeteilt. Die Kompanie hatte mit ihrer geringen Stärke Loupmont besetzt und war starken feindlichen Angriffen as Gegend Etang de Vargévaux ausgesetzt. Zug Toenieshen hatte ihr Artillerieunterstützung zu leisten und sollte dazu am hang dicht nordwestlich des Ortes ausfahren. Schon die Art des Beziehens dieser Stellung verdient bemerkt zu werden.
 
Der dichte Wald und der Mangel an fahrbaren Wegen quer über den Le Mont gestattete es nicht, die Geschütze über den Rüden des Berges herüberzuschaffen. So müsste die südlich un denselben führende Strasse die stredenweise vor der eigenen Infanteriestellung lag, benützt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit machte sich der Zug von Varneville aus auf die gefährliche Fahrt, die Mannschaften mit den Revolvern in der Hand neben den Geschützen hergehend, jeden Augenblick gewärtig, auf eine feindliche Patrouille zu stoßen, die mit leichter Mühe die Bespannungen hätte zusammenschießen können. Jedoch nach glücklichem Marsch kam der Zug über Loupmont an du nun begann für Lt. d. R. Toennieshen und seine beiden Geschütze eine Zeit wackerster Infanterieunterstützung. Aus seiner Stellung in einer Obstgarten über dem Ort, der bereits so steil anstieg, dass die Geschütze mit Langtauen an den hinter ihnen stehenden Bäumen festgebunden werden müssen, um nicht dem Hang hinunterzurutschen, wusste er einerseits so gute Wirkung gegen die feindlichen Schützengräben und Nachtkampfgeschütze zu erzielen, dass der Gegner bald seine Angriffsversuche gegen den Ort und die Höhe bei Tage einstellte, anderseits durch oftmaligen Wechsel der Geschützstände und rechtzeitiges zurücknehmen der Bedienung in die nächste Deckung, unter Wahrung sofortiger Bewendungsbereitschaft, sein Gerät und seine Leute vor feindliche Feuer zu schützen. So war der Zug Toennishen der Rückhalt und das Bertrauen der tapferen, aber angesichts des weiten Raumes zu schwachen Kompanie Kohlmann. Doch Bertrauen um Bertrauen und unerschüttert hielt auch der Zug in seiner Stellung aus der es über den Berg mit seiner unwegsamen Bewaldung kein Zurück gegeben hätte, aus, wenn die Franzosen auch noch so wütende Nachtangriffe gegen die dünne Linie der 21er machten und in der Mut über die lästigen Geschütze, die ihnen so wehe taten, die Stimmen der Führer aus nächste Nähe herauf in den Obstgarten drangen „En avant! Montez là haut, prenez les canons!“ und „Vous n’avez pas de courage ! Prenez les canons ! “ und Hptm. Kohlmann seine letzten 20 Mann zusammenraffend und mit gellender Stimme in die Nacht hinausschreiend „Erste Bataillon rechts, 7. und 8. Komp. links, marsch, marsch, hurra!“ den Gegner wieder aus dem Ort hinauswarf. In solch treuer Waffenbrüderschaft hielten die zwei kleinen Häuflein Infanterie und Artillerie die Wacht am Le Mont und als in der Nacht vom 2. auf 3.10. der Zug Toennieshen denselben Weg wie er gekommen, zwischen Freund und Feind wieder den Anschluss an seine Abteilung gewinnen musste, schied er mit der frohen Überzeugung, die vornehmste Pflicht des Artilleristen, treue Unterstützung unserer Infanterie wacker erfüllt zu haben und konnte herzliche Dankesworte der Offiziere und Mannschaften der Kompanie Kohlmann mit zum Regiment zurücknehmen. Der Zug des Leutnants Toennieshen hatte während der Dauer seines Einsatzes trotz oftmaliger heftiger feindlicher Beschießung durch Artillerie und fast ständigen Infanteriefeuers bei Tag und Nacht nur 4. Verwundete zu verzeichnen. Auch hier war es der Abteilungsarzt II./10, Oberarzt Dr. Reinmöller, der jedes Mal unverzüglich über den Höhenkamm des Le Mont herübergeeilt kam und mit seinen Leuten die Verletzen aus dem feindlichen Feuer herausholte. Besonders ausgezeichnet haben sich von Zug Toennieshen durch tapferes Verhalten neben dem wackeren Führer die Einj. Uffz. Maner und Leon, Uffz. Schwarzbed, Gefr. Haffner und Hüttel, Kanonier Pongratz und Stein und Fahrer Brather, sämtliche der 4. Batt.


Par Zoof - Publié dans : 6eric
Voir les 0 commentaires
Jeudi 9 décembre 1869 4 09 /12 /Déc /1869 16:44
Par Zoof - Publié dans : Pourquoi
Voir les 0 commentaires

Présentation

 
Contact - C.G.U. - Signaler un abus